Der Verein

Vereins-Chronik

Gleichermaßen aus dem Nichts schlossen sich 1954 einige sportinteressierte Kriegsversehrte zusammen und schufen für sich und viele andere eine Möglichkeit, durch Sport und Spiel einen Ausgleich für ihre Schäden zu erreichen. 

Gründung als Versehrtensportgruppe

Unterstützt wurden Sie in ihrem Bemühen durch den VdK Rosenheim und dem ESV Rosenheim. Am 13. April 1954 fanden sich unter anderem Siegfried Galli, Willi Hofmann und Bepp Meyrl zusammen und gründeten eine Versehrtensportgruppe.

Angeschlossen waren sie jedoch dem ESV Rosenheim. Abteilungsleiter wurde damals Michael Tossel, sportlicher Leiter Richard Steffl. Als Sportarzt fungierte Dr. med. Brunner. Willi Hofmann und Bepp Meyrl sind heute noch Ehrenmitglieder in unserem Verein.

Die erste Übungsstunde fand am 10.05.1954 auf der Sportanlage des ESV Rosenheim statt. Der Auftakt zu ersten sportlichen Erfolgen war eine Jubiläums-Sportwoche des ESV, in der auch Versehrten-Wettkämpfe stattfanden. Dabei hüpfte ein Oberschenkelamputierter die geforderten 40 m in 7,2 Sekunden, ein Oberarmamputierter lief die 100 Meter in 12,2 Sekunden und ein Beinamputierter übersprang die Latte bei 1,45 Meter.

Eindrucksvoller hätte die Gruppe den Beginn ihrer sportlichen Entwicklung in Rosenheim nicht gestalten können.

Dem Übungsbetrieb im Freien folgten schon bald Übungsstunden in der Halle. Auf Initiative des Gründungsmitglieds Bepp Meyrl kam Skilauf als Ergänzung des Übungsangebotes hinzu. Über Jahrzeh-nte hinweg, kümmerte er sich als Fachübungsleiter vorbildlich um seine Gruppe. Unvergessen sein unermüdlicher Einsatz, dem Nach-wuchs und Mitgliedern ein optimales Renntraining anzubieten. Bei Wind und Wetter stand er am Hang, schleppte Stangen, steckte Slalom- und Riesenslalomkurse, gab seine eigene Rennerfahrung weiter. Er lobte und schimpfte, war aber immer mit ganzen Herzen dabei.

Internationale Erfolge bei Olympiaden und Weltmeisterschaften blieben dabei nicht aus. Nicht nur er selbst war ein hervorragender Skirennläufer, auch durch Hans Strasser wurde der Versehrten-sportverein Rosenheim bei Olympiaden und Weltmeisterschaften über seine Grenzen hinaus bekannt. 

eigenständiger Sportverein ab 1959

Die ständig zunehmende Mitgliederzahl ermöglichte es den Sport-lern, sich am 03. Januar 1959 vom ESV Rosenheim zu lösen und als völlig eigenständiger Sportverein fortzubestehen.

Zum Vorsitzenden wurde Michael Tossel gewählt. Ihm folgten als Vorsitzende 1963 Markus Graner, 1965 Gerfried Engl und 1968 Willi Seebauer, der dies 25 Jahre lang ohne Unterbrechung blieb.

Später erfolgte die Eintragung in das Vereinsregister mit der Bezeichnung „Versehrtensportverein Rosenheim e.V.“ (im folgenden VSV Rosenheim genannt). Unter der Leitung von Willi Seebauer und der Unterstützung einsatzfreudiger Übungsleiter nahm die Mitgliederentwicklung weiter einen positiven Verlauf. Mit der Änderung des Vereinsnamen in Behinderten- und Versehrten-sportverein Rosenheim e.V. wurde dem Generationswechsel bzw. Rückgang der Zahl der Kriegsversehrten 1991 Rechnung getragen.

Nach 25 Jahren als 1. Vorsitzender trat Willi Seebauer 1993 zurück und wurde als Dank für seine Verdienste zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Seinen Platz als 1. Vorsitzenden nahm nun Josef Gropper ein. 53 Jahre jung und voller Elan wollte er seinem Vorgänger in Nichts nachstehen. Zu dem bereits bestehenden Sportangebot Gymnastik, Wassergymnastik, Skigymnastik Alpiner Skilauf und Langlauf, Seniorenwandern, Schwimmen, Tennis, Tischtennis, Sitzball, Federball, Sportkegeln sowie Leichtathletik in den Sommermonaten zur Vorbereitung für die Abnahme des Sportabzeichens, kamen in den letzten Jahren noch Übungsabende mit diversen Gymnastikangeboten hinzu.

Seit 1999 gibt es nun auch eine Kursteilnehmerkarte (Zehnerkarte) um interessierten Behinderten und Nichtbehinderten die Möglichkeit zu bieten, an Übungsstunden teilzunehmen. Dies war besonders in den Gymnastikstunden ein voller Erfolg. Die sprichwörtlich jüngste Gruppe im Verein ist die Kinderabteilung, die sich einer wachsenden Beliebtheit erfreut.

Am 15.04.2011 bei der Jahreshauptversammlung wurde ein neuer Vorstand gewählt.
Josef Gropper und Alfred Rumpfinger, sowie die bisherige Schriftführerein Heidi Stöger traten nicht mehr zur Wahl an.
17 Jahre lang leitete Josef Gropper die Geschicke des BRSV als Vorsitzender.Dabei errang er sich sehr viel Sympathie und Anerkennung und so manche Auszeichnungen für seine Verdienste um den Verein BRSV Rosenheim e.V.
Neuer 1. Vorsitzender wurde Harald Heinz, 2.Vorsitzender Johann Huber und neuer Schriftführer wurde Adelbert Schömer.
Mit Erika Grunwald und Elisabeth Heinz als neue Beisitzerinnen wurde die Vorstandschaft vervollständigt.
Am 01.Juli 2011 wurde die Lungensportgruppe beim BRSV ins Leben gerufen.Diese Lungensportgruppe wurde in kürzester Zeit
so sehr beliebt, daß die Mitgliederzahl stark anstieg.

Zur Jahresschlußversammlung am 09.12.2011 mußte ein neuer 2.Vorsitzender gwählt werden, da der bisherige aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat.
Zum neuen 2. Vorsitzender wurde Kurt Gantner von den Mitglieder
gewählt.
Seit 1999 gibt es nun auch eine Kursteilnehmerkarte (Zehnerkarte) um interessierten Behinderten und Nichtbehinderten die Möglichkeit zu bieten, an Übungsstunden teilzunehmen. Dies war besonders in den Gymnastikstunden ein voller Erfolg. Die sprichwörtlich jüngste Gruppe im Verein ist die Kinderabteilung, die sich einer wachsenden Beliebtheit erfreut.

Die Kinder können hier zwischen einer Gymnastikgruppe, einer Ballspielgruppe (freut besonders die Fußballer) und einer Schwimmgruppe wählen oder natürlich alle drei besuchen. Im Jahr 2000 wurde der Vereinsname um den Zusatz „ Fachverein für Rehabilitationssport“ erweitert. So wurde dem erweiterten Angebot an Osteoporose- und Wirbelsäulengymnastik, Rechnung getragen. Waren es in den ersten Jahrzehnten die Skifahrer, so sind es heute die äußerst aktiven Sitzballspieler, die den Verein über seine Grenzen hinaus international erfolgreich vertreten. 

Öffentlichkeitsarbeit

In den letzten Jahren wurde auch die Zusammenarbeit mit der örtlichen Presse, Rundfunk und dem Regionalfernsehen erfolgreich ausgebaut. Turnierberichte der Sitzballabteilung sind inzwischen eine Selbstverständlichkeit in den Sportrubriken der örtlichen Zeitungen. Viel hat sich in den vergangenen Jahren geändert, doch eines ist noch genauso wie am Anfang. Der Verein kann stolz sein auf eine um- und weitsichtige Vorstandschaft, gut ausgebildete Fachübungsleiter und aktive Mitglieder die das umfangreiche Angebot nutzen. 

Da der Schwerpunkt der Mitgliederbetreuung beim Rehabilitationssport liegt und die Kriegsversehrten immer weniger werden, hat die Mitgliederversammlung auf der Jahrersschlussversammlung am 05.12.2008 dem Beispiel des BVS-Bayern folgend beschlossen, den Namen des Vereins in "Behinderten- und Rehabilitations-Sportverein Rosenheim e. V." zu ändern. 



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